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IMG_2577Frohe Weihnachten euch allen!
Ich danke euch für all die interessanten Kommentare und Beiträge 2014 und freue mich auf viele weitere im neuen Jahr. Möge es uns haufenweise gute Bücher bringen!
Merry Christmas wünscht
Mariki

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1240391_10153296988765578_1695180277_nEine zündende Idee schlägt Funken: Unser „We read Indie“- Projekt ist für den Virenschleuder-Preis 2013 nominiert. Wir freuen uns sehr und gehen jetzt auf Stimmenfang.

Der Virenschleuder-Preis wurde 2011 von Leander Wattig und Carsten Raimann ins Leben gerufen, um „ansteckendes Marketing sichtbar zu machen“, und wird in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse verliehen. Das Schöne an dem Preis ist, dass er nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt wird: Auf dem Blog werden alle Nominierungen präsentiert, für die abgestimmt werden kann.

Im ersten Schritt darf man sich mit einem Projekt bewerben. Danach folgt eine Abstimmungsphase, aus der sich eine Shortlist ergibt. Aus der wählt dann die Jury jeweils einen Sieger in den folgenden drei Kategorien: 1. Marketing-Maßnahme/-Strategie, 2. Marketing-Idee und 3. Persönlichkeit. Weitere Informationen findet ihr hier.

Wie ansteckend wir sind, haben wir in den letzten Monaten bewiesen. Innerhalb von vier Monaten konnten wir auf Facebook über 1000 Fans gewinnen, der Gemeinschaftsblog hatte bisher knapp 10.000 Zugriffe. Die Resonanz, die uns seit dem Launch von „We read Indie“ erreicht hat, ist schlichtweg überwältigend und zeigt, dass es höchste Zeit war, eine solche Plattform zu gründen. Unser Projekt begeistert uns und ist hoffentlich schon bald nicht mehr aus der Buch- und Verlagswelt wegzudenken.

Einfach hier klicken, Sterne vergeben und Daumen drücken, dass wir es auf die Shortlist schaffen. Wir danken euch fürs Mitmachen, für eure Unterstützung in den vergangenen Monaten und überhaupt für alles!

Es grüßt herzlich
euer „We read Indie“-Team

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Die besten Voraussetzungen für einen gelungen Sommer sind …
… Sonnenschein, ein Liegestuhl, ein eisgekühlter Cocktail und ein gutes Buch. Zumindest in Bücherwurmkreisen sind das die Zutaten für sommerliche Zufriedenheit. Welches Buch haltet ihr dabei heuer in den sonnencremeverschmierten Händen? Was ist euer Lesetipp für den Sommer 2011? Ich bin sehr gespannt auf eure Empfehlungen – und gehe erst mal lesen. 😉

Für mitreißend spannende Lesesonnenstunden empfehle ich Room von Emma Donoghue.

Wer ein bisschen was Heiteres vor die Sonnenbrille braucht, sollte am besten zu Die besten Wochen meines Lebens von Martin Page greifen.

Und mein Tipp für die Aussteiger unter euch, die von Kokosnüssen und Südseeinseln träumen, ist Das Paradies des August Engelhardt von Marc Buhl.

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Das Leben eines Taubstummen im Iran
Aga Akbar lebt in dem kleinen Bergdorf Safran Mountain im Iran, wo das Leben hart ist und der Glaube streng. Aga Akbar ist taubstumm geboren worden, kann sich aber mit seiner Mutter, seinem Onkel und den Dorfbewohnern in einer sehr einfachen Zeichensprache verständigen. Sein Onkel nimmt Aga unter die Fittiche, ermöglicht ihm eine Ausbildung als Teppichflickkünstler und organisiert ihm eine Ehefrau. Der Ich-Erzähler, Agas Sohn Ishmael, fungiert seit seiner Geburt als Sprachrohr für den Vater. Doch Ishmael ist intelligent und wissbegierig, er geht an die Universität und entfernt sich nicht nur räumlich, sondern auch in Bezug auf den geistigen Wissensstand von Aga. Und als er in Kontakt mit revolutionärem politischem Gedankengut kommt, bringt er seinen naiven Vater sogar in große Gefahr. Jahre später lebt Ishmael im Exil in Holland und versucht, das Leben von Aga Akbar anhand von dessen Notizbuch zu rekonstruieren. Allein: Die Sprache, in der die Aufzeichnungen geschrieben sind, existiert gar nicht.

Kader Abdolah zeichnet in My father’s notebook mittels zweier unterschiedlicher Figuren ein Bild des Iran: Der taubstumme Aga Akbar steht für blinde Religiosität und veraltete Normen, sein Sohn Ishmael verschreibt sich der Moderne und der Revolution. Er engagiert sich gegen den Shah und muss schließlich fliehen. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist schwer zu charakterisieren, Aga tut alles für sein Kind, ist aber gleichzeitig aufgrund seiner Behinderung in extremem Maß von ihm abhängig. Die Diskrepanz zwischen dem Analphabeten und dem Akademiker ist groß. Im Exil in Holland setzt sich Ishmael mit den Gefühlen für seinen Vater auseinander: Unverständnis, Aufopferung, Liebe. Dass Aga sein Notizbuch in „cuneiform“, einer komplett erfundenen Schrift, gefüllt hat, fand ich zu Beginn des Buchs faszinierend. Aber wie entschlüsselt Ishmael diese Schrift? Der Autor hat doch glatt ganz elegant vergessen, das zu erklären, was mich enttäuscht hat, weil es dann doch recht unrealistisch wirkt.

Kader Abdolah erzählt eine interessante Geschichte, die jedoch keine Ecken zum Festhalten hat und mir nicht im Gedächtnis bleiben wird. Der Autor, der wegen politischer Verfolgung unter einem Pseudonym schreibt, hat Autobiografisches in diesem Roman verarbeitet. Stilistisch gesehen hat er eine solide Leistung abgeliefert, inhaltlich unterscheidet sich dieses Buch kaum von den vielen anderen Romanen über islamische Diktaturen und politisches Aufbegehren.

Lieblingszitat: „Sometimes you have to be patient. If whatever it is you’re doing doesn’t seem to be working out, leave it for a while. That way you give life a chance to sort itself out.“

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