Netter Versuch: 2 Sterne

Fancoise Dorner: Die letzte Liebe des Monsieur Armand

Kleine, harmlose Geschichte
Armand hat früher Philosophie unterrichtet. Jetzt ist er im Ruhestand und einsam. Seine Frau ist gestorben, seine Kinder wohnen weit weg und denken nur an sich selbst. Das Leben, so scheint es ihm, ist vorbei. Und es ist fast lächerlich, dass er sich so freut, als er Pauline im Bus kennenlernt: Sie hebt ihm seinen Stock auf und grüßt ihn freundlich. Diese oberflächliche Begegnung berührt ihn so sehr, dass er Pauline finden will. Und das gelingt ihm. Die Zwanzigjährige ist auf der Suche nach einer Familie und sieht in Armand gleich einen Großvater, den sie adoptieren könnte. Sie mögen sich und treffen sich. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht, wenn zwei so unterschiedliche Menschen zusammenkommen – und auch noch andere in ihrer beider Umfeld Ansprüche stellen.

Die letzte Liebe des Monsieur Armand ist eine angenehm zu lesende kurze Geschichte über eine nicht alltägliche Freundschaft, über die Erfahrung der Alten und die Unfähigkeit der Jungen, zuzuhören. Francoise Dorner zeichnet auf knapp 130 Seiten ein – aufgrund der Kürze nicht sehr tief gehendes – Porträt von zwei völlig verschiedenen Charakteren, die sich finden und einander für eine Weile begleiten. „Liebenswert und anrührend“ nennt Die Welt dieses Buch, sentimental ist es, zum Schmunzeln bringt es, und für zwei, drei Stunden verschafft es dem Leser eine kleine Pause vom Alltag. Mehr kann man von diesem Roman nicht erwarten. Muss man aber auch nicht.

2 Comments

  1. Ich finde diese Geschichte sehr anrührend. Sie ist universal, zeigt 2 unterschiedliche Generationen und die Macht von Großeltern und Enkelkindern. Und nicht nur die Einflüsse, die sie einander geben, nein auch die Erkenntnis, dass sie einander brauchen und enorm wichtig sind.

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