Kleine Köstlichkeiten: 4 Sterne

8 Gründe, warum „Lob der schlechten Laune“ von Andrea Gerk gut ist

Gerk

  1. Es macht so großen Spaß, dieses Buch zu lesen!
  2. Andrea Gerk ist die Beste, wenn es darum geht, Wissen mit Unterhaltung zu vereinen, ihre Bücher sind hervorragendes Infotainment. Sie schreibt flüssig, amüsant, serviert einem die Informationen auf so elegante Art, dass man sie versteht, sich das Meiste merkt und sich nicht, wie bei manch anderen Sachbüchern, von dem vielen Wissen erschlagen fühlt.
  3. Uns Österreichern ist sogar ein eigenes Kapitel gewidmet. Kein Wunder, unser Grant ist auch wirklich legendär. Kulturgut sozusagen.
  4. Sie bringt alle großen Dichter, Denker, Theaterschreiber, Autoren, Schauspieler zusammen, die eines eint: ihre berühmt gewordene schlechte Laune. „Schreibende Kotzbrocken, singende Ekelpakete“ nennt sie das entsprechende Kapitel. Mit dabei sind Namen wie Schopenhauer und Jarosinski, Reed und Kinski, Jelinek und Doderer. Ein absolutes Vergnügen!
  5. Weil darin Zitate wie „Alles hat zwei Seiten, eine schlechtere und eine noch schlechtere“ stehen und: „Ein jeder intelligente Mensch ist ein Pessimist.“
  6. Weil wir neuerdings alle nur noch gut gelaunt sein sollen. Selbstoptimiert, selbstliebend, motiviert, optimistisch. Da ist es eine Wohltat, dass Andrea Gerk der schlechten Laune ein solches Loblied schreibt.
  7. Sie nimmt das Thema sehr gründlich durch, zeigt, was im Gehirn geschieht, wenn man missmutig ist, und wie Unmut als Schutzschild funktioniert, geht auf die Kunst des Schimpfens ein, widmet sich grantigen Kommissaren und kreativen Cholerikern, außerdem dem Dienstleistungssektor und der Gastronomie, wo man schlechte Laune am besten beobachten kann.
  8. Es ist das perfekte Buch nach einem langen Arbeitstag, der einen wirklich grantig gemacht hat. Man muss bei dieser Lektüre nämlich garantiert früher oder später schmunzeln.

Lob der schlechten Laune von Andrea Gerk ist erschienen bei Kein & Aber (ISBN 978-3-0369-5770-8, 304 Seiten, 24,70 Euro). Sehr angetan davon war auch Sophie von Literaturen.

 

 

 

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