Bücherwurmloch

Blogbuster 2017: Ein Spaziergang durch Salzburg und das Ende der Reise

IMG_2928Die Blogbuster-Shortlist steht fest …
… und meine Favoritin Heike Duken ist mit Rabenkinder leider nicht drauf. Das find ich unheimlich schade (um nicht zu sagen: inakzeptabel!), aber ich bin noch lange nicht gewillt, zu glauben, dass dieser Roman nicht erscheinen wird. Deshalb werde ich mich weiterhin dafür einsetzen und ihn an jene Stellen manövrieren, zu denen ich Zugang habe. Wer weiß: Vielleicht könnt ihr schon bald unabhängig vom Blogbuster die Rabenkinder kennenlernen, und zwar, indem euer Buchhändler sie euch vorstellt. Ich hoffe zumindest darauf!

IMG_2930Ich hab über die Blogbuster-Sache auch jemanden kennengelernt: Heike Duken persönlich. Sie war letzte Woche unterwegs zu einer Fortbildung und hat einen dreistündigen Zwischenstopp in meiner Heimatstadt gemacht. Nach vielen Mails und regem Austausch über ihr Manuskript war es, als würden wir uns nicht zum ersten Mal gegenüberstehen, sondern als hätten wir uns schon oft getroffen. Sie hatte ein wenig Angst, wegen meiner Angewohnheit, einfach über die Straße zu rennen, überfahren zu werden, ist mir aber trotzdem gefolgt. Zuerst durch die Linzergasse und zu jenem Friedhof, auf dem Constanze IMG_2931sowie Leopold Mozart begraben sind, danach auf einen Burger ins Ludwig. Anschließend hab ich sie einmal quer durch die Stadt geschleift, zum Rosenhügel im Mirabellgarten mit Postkarten-Kitsch-Blick auf Salzburg, wo sie geübt hat, wie eine Japanerin zu posen, und ich mich dem Posen verweigert hab, vorbei an Mozarts Wohn- und Geburtshaus inklusive Mozartkugelverzehr (wenn schon, denn schon), durch die Getreidegasse und am Ende zurück zum Ausgangspunkt mit einem Melange-Abstecher über das Café Fingerlos, das die dekadentesten kleinen Törtchen Salzburgs macht. Mehr Touri geht nicht in drei Stunden! Schön war’s, wie wir dabei geplaudert haben über unsere Manuskripte und unsere Kinder.IMG_2932

Der Blogbuster hat mich tatsächlich bereichert. Ich habe viel mehr und viel bessere Manuskripte bekommen als erwartet, ich hatte Spaß am Lesen und Auswählen, die ganze Besserwisserkritik am Preis an sich hab ich, wie auch sonst alles, das mich nicht interessiert, gekonnt ignoriert, und ich bin stolz, Teil dieser ersten Runde gewesen zu sein. Es war ein Experiment, das von uns allen Zeit und Mut gefordert hat. Wir haben gezeigt, was wir zeigen wollten: dass es dort draußen viele interessante Manuskripte gibt, die von den üblichen Auswahlkanälen der Verlage gefiltert werden. Und dass wir Blogger, die man gern als unwissende Laienrezensenten hinstellt, sehr wohl einen guten Riecher haben. Ich wünsche den drei verbliebenen Kandidaten Chrizzi Heinen, Torsten Seifert und Kai Wieland viel Erfolg und freu mich auf Blogbuster Runde zwei!

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