Bücherwurmloch

14 Gründe, warum du ein schlechtes Buch abbrechen solltest

  1. 102570701_d87263a591Es wird nicht mehr besser.
  2. Du verschwendest deine Lebenszeit.
  3. Du wirst dich am Ende ärgern, weil du deine Lebenszeit verschwendet hast.
  4. Halte es mit Elsa aus dem beliebten Disney-Film Frozen: Let it go. Manchmal muss man sich verabschieden und loslassen können. Einen Menschen, einen Traum oder eben die Vorstellung, dass das ein gutes Buch sein könnte.
  5. So many books, so little time! Wende dich lieber dem Nächsten zu. Das ist wie auf Tinder: angustieren, aussortieren, weitermachen.
  6. Ein schlechtes Buch quält. Es liegt herum und schaut vorwurfsvoll, wenn man vorbeigeht. Man weiß, man sollte weiterlesen, aber man will eigentlich nicht, und deswegen kriegt man schlechte Laune. Wie viel schöner wäre die Welt, wenn das vorwurfsvolle, schlechte Buch nicht mehr da wäre! Eben.
  7. Die Erfahrung hat Recht. Und die Erfahrung sagt: Wenn wir nichts miteinander anfangen können, das Buch und ich, dann ändert sich das nicht, auch wenn ich mehr und mehr Seiten lese. Das Bauchgefühl bleibt, und manchmal ist es halt einfach kein gutes.
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  8. Ein Gericht, das dir nicht schmeckt, würdest du ja auch nicht aufessen.
  9. Es ist kein Scheitern und kein Versagen deinerseits, wenn du ein Buch abbrichst. Es ist vielmehr das Buch, das gescheitert ist. Und wer will schon einen Loser im Haus haben?
  10. Du verpasst nichts. Dir entgeht nichts. Es ist nicht schlimm, wenn du nicht weißt, was sonst noch in diesem Buch geschieht. Vermutlich nichts, das ist ja das Problem.
  11. Schlechte Bücher kann man viel leichter loswerden als schlechte Menschen.
  12. Das ist wie beim Radio: Wenn ein Lied kommt, das du nicht magst, wechselst du ja auch den Sender.
  13. Jemand anderer findet das schlechte Buch vielleicht gut. Gib diesen beiden die Chance, zusammenzukommen, indem du dich von dem Buch trennst und es verschenkst. Oder im Park aussetzt. Auf der hintersten Bank. Im Schatten.
  14. Es wird nicht mehr besser!

*Diese Liste kann, wie immer, Spuren von Ironie enthalten.

7 Comments

  1. Bri

    Genau, man muss nichts lesen, was nicht zu einem passt. Allerdings hatte ich auch schon Lektüre, die später noch mal angefangen flutschte … aber auch das merkt man, ob es einfach nur die falsche Zeit ist. Quälen muss man sich tatsächlich nicht. Manchmal passt man einfach nicht zusammen. Sonnige Grüße

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  2. Prinzipiell ja… aber da ich einerseits vor dem jeweiligen Buch warnen möchte und andererseits mich dann auch gern mal mit Fans des Machwerks streite muss es dann doch zu Ende gelesen werden. Zwar bin ich überzeugt, dass man von 90 % aller Bücher die Qualität nach 10 % des Textes einschätzen kann, aber das lassen Diskussionsgegner … ähm… Partner leider selten gelten 😉 .

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    1. Bri

      Man muss ja auch nicht immer über alles reden, streiten, vor etwas warnen oder so. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass man manche Bücher einfach ziehen lässt …

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      1. Das war ja auch kein „man muss“ Beitrag, sondern ein „ich…“ Tatsächlich lese ich selten schlechte Bücher, die nicht irgendwer als Meisterwerk empfohlen hat. Und dann schreibe ich auch was dazu.

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        1. Bri

          das weiß ich doch – aber ich habe das für mich so entschieden. Andere Leser finden häufig Bücher ganz großartig oder total blöd, die mich nicht erreichen und die ich super finde. Wenn ich aber merke, es geht gar nicht, dann habe ich mittlerweile keinen Anspruch mehr, egal das durchziehen. So war das gemeint 😉

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  3. Ich muß zwar auch nichts müssen, lese aber fast alle Bücher zu Ende, komme oft erst am Schluß darauf, warum das Buch doch gut ist, finde das spannend und interessant und stimme daher den obigen Punkten nicht zu, werde aber jetzt wahrscheinlich doch den Test machen, ob „Dunkelgrün fast schwarz“ ein Buch ist, daß ich nach obiger Meinung abbrechen sollte, mal sehen, liebe Grüße aus Wien

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