Bücherwurmloch

Florence Given: Women don’t owe you pretty

„We spend money and energy to keep ourselves safe from men, and yet still – we are paid less than them“
Ich möchte euch dieses Buch aufs Nachtkästchen legen, ich möchte euch auf den Kopf hauen damit, ich möchte euch die Sätze ins Herz schreiben und auf die Haut tätowieren. Damit ihr sie an euren Körpern lesen könnt und versteht, dass ebendiese Körper eure Sache sind, und zwar eure allein. Florence Given ist erst 21 Jahre alt und hat schon so viel verstanden: Sie ist seit Jahren hier auf Instagram massiv erfolgreich, und ich habe ihr erstes Buch mit Spannung erwartet. Dann war es sogar noch besser als erhofft: Ich habe es in zwei Stunden durchgesuchtet und dachte ständig JA! Ja, das auch. Ja und das! Ja, verdammt! Sie schreibt so ehrlich, klug und authentisch, dass man niemals den Eindruck hat, sie belehre einen aus einer erhöhten Position heraus, ganz im Gegenteil: Sie erzählt von ihrem eigenen Wachstum, von ihrem Weg des Lernens, von den Fehlern, die sie macht und gemacht hat. Denn ihr geht es wie uns: Da ist dieses Gefühl, dass so viel verkehrt läuft mit unserer Wahrnehmung, der Schönheitsindustrie, dem Marketing, dem Patriarchat, das uns Standards aufzwingt, denen wir nicht entsprechen wollen. Dieses Gefühl wird immer stärker und schwerer, und wir haben, gelinde gesagt, langsam die Schnauze voll. Aber wie können wir aus einem System ausbrechen, das uns alle beinhaltet? Wie können wir uns gegen die Zwänge der Gesellschaft stellen?

Dieses Buch, liebe Leute, ist so großartig. Es ist augenöffnend, wahr und tröstlich, es zeigt auf, dass die größte Revolution, die wir anzetteln können, darin liegt, uns selbst zu lieben – so, wie wir sind. In der Akzeptanz des eigenen Körpers liegt eine überraschend große Kraft. Lassen wir uns nicht mehr kategorisieren, in Schubladen pressen, unterdrücken und gleichmachen. Feiern wir die Vielfalt, das Natürliche, das Schöne an uns allen. Ich hab nämlich keine Lust mehr, und ich glaube, viele von euch auch nicht. Wir sind Frauen, aber wir werden über den Blick der Männer definiert – unattraktiv zu sein, bringt uns Nachteile, doch sobald wir zu sexy sind, sind wir in Gefahr. Let’s stop that. Time is up. Lest dieses Buch und andere, informiert euch, weigert euch. Wir sind viele, und wir haben mehr Macht, als wir glauben.

„You don’t owe prettiness to anyone. Not to your boyfriend/spouse/partner, not to your co-workers, especially not to random men on the street. You don’t owe it to your mother, you don’t owe it to your children, you don’t owe it to civilization in general. Prettiness is not a rent you pay for occupying a space marked female.” Erin McKean

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