Lieblingsfutter

Es ist mal wieder Zeit für #5aus300! Ich besitze nur ein Bücherregal. Und behalte ausschließlich Bücher, die so besonders sind, dass ihnen ein Platz in diesem Regal gebührt. Aber welche sind das? Seht selbst.

Der Grund ist ein Roman über einen tiefen, unergründlichen Schmerz und über die Schönheit der Musik, die beruhigen, aber letztlich nicht heilen kann. Feinsinnig, poetisch und klug.

Owen Meany gehört zu meinen All-time-favourites, und solltet ihr dieses Buch nicht kennen (es wäre unfassbar), MÜSST ihr das ändern! Es ist eins von Irvings besten: gewitzt, schlau, voller Emotionen.

Der Regen in deinem Zimmer handelt von zwei zerbrochenen Jugendlichen, die einander finden, es ist bittersüß und schwer und schön, mit einer einzigartig melodischen Sprache.

Über die Liebe und den Hass enthält Geschichten von Rachida Lamrabet, die als Juristin im Zentrum für Chancengleichheit und Rassismus arbeitet, Geschichten über Menschen, die fliehen müssen, die ein neues Leben und ein bisschen Glück suchen und denen es verwehrt bleibt. Sehr, sehr gut und (leider) immer hochaktuell!

Ein Pakt fürs Leben erzählt von Charlie Chaplin, von der Erfindung des Films, von der Liebe, vermutlich ist kein Wort davon wahr, und doch bzw. vielleicht deshalb ist dieser Roman ein Meisterwerk. Interessant, kurios und großartig!

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DSC_0288Iris Hechenberger, Jahrgang 1981, Lektorin bei Droemer Knaur

Das Leben meiner Mutter von Oskar Maria Graf ist mein Lieblingsbuch, weil es in einer wunderbaren Sprache meine bayrische Heimat mit seiner idyllischen Landschaft und dem typischen Lokalkolorit einfängt.

Empfehlen möchte ich das Buch jedem, der gerne Familiensagas mit historischen Anklängen liest und romantisch für die „gute alte Zeit“ schwärmt. Trotz allem ist Oskar Maria Graf nie kitschig, sein kritischer Geist blitzt immer wieder durch.

Wenn ich (privat) lese, dann lese ich gut recherchierte Biographien und Klassiker der Literaturgeschichte. Vor allem die Realisten mit ihren seitenlangen Beschreibungen von Landschaften und ihrem ausgefeilten Blick fürs Detail haben es mir angetan. Ich muss schon ganz genau wissen, wie Anna Karenina beim Pferderennen gekleidet war und welche Blumen im Garten von Effi Briests Vater wachsen!

Das Leben meiner Mutter von Oskar Maria Graf ist 1982 im dtv erschienen.

Und was ist dein Lieblingsfutter? Wer mitmachen möchte, schickt seine Antworten auf die Fragen oben an office_at_mareikefallwickl.at.

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image002_swDaniela Weichenberger, Jahrgang 1976, freiberufliche Werbegrafikerin in Mondsee

Der Schwarm von Frank Schätzing ist eines meiner Lieblingsbücher, weil es ein spannender und vor allem interessanter, exzellent recherchierter Ökothriller ist, der einen durchaus zum Nachdenken bringt, was das Thema Umgang mit unserem schönen Planeten angeht und die Auswirkungen unseres Handelns darauf. Es ist schon einige Jahre her, dass ich es gelesen habe – und seitdem sind einige Dinge (Naturkatastrophen, Vulkanausbrüche etc.) auf der Welt passiert, die mich immer wieder an dieses Buch erinnert haben und an die Frage, ob sich unsere kostbare Natur nicht irgendwann an uns Menschen rächen wird – oder es sogar schon tut, wie man an der Klimaerwärmung, verheerenden Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen sehen kann.

Empfehlen möchte ich es jedem, dem die Natur am Herzen liegt und den die Ökothematik interessiert – verpackt in einen spannenden Thriller. Viel Wissenswertes in dem Buch, das einen auch schwer zum Nachdenken bringt, was den Kreislauf Mensch/Natur angeht. Es ist sehr spannend – hat aber auch seine Längen …. was bei gut 1000 Seiten (!) kein Wunder ist – es zahlt sich aber aus, es zu lesen. Eine gute Mischung aus Spannung und Belehrung … und der langsam aufkommende Grusel, dass es aufgrund einiger Naturereignisse eine globale Katastrophe geben könnte (mit dem Bewusstsein, dass so etwas durchaus real werden kann …. das Buch ist ziemlich zeitgleich zu der Zeit erschienen, als der grauenvolle Tsunami 2004 Thailand verwüstete …!) macht einen guten Mix. Das Ende finde ich etwas hollywood-like …

Wenn ich lese, dann bin ich in einer anderen Welt, ich versinke ganz in der Geschichte und kann die Hektik des Alltags total vergessen. Ein Leben ohne Bücher könnte ich mir gar nicht vorstellen. Ich lese wahnsinnig gerne und ich lese mich auch gerne durch verschiedene Genres. Egal, ob ich die Bücher durch Tipps von Freunden, Stöbern auf demFlohmarkt oder durch Suche/Recherche bei Amazon, Thalia und Co. entdecke – das Stöbern und Reinlesen in Buchgeschäften gehört schon zum Lesevergnügen dazu … und es ist eine Freude, meine „Schätze“ dann zuhause ins Bücherregal einzusortieren und in eins nach dem anderen regelrecht zu versinken. Wenn ich ein Buch in der Hand hab, dann kann ich es nur schwer weglegen. Von mir aus darf es auch gern richtig viele Seiten haben – denn wenn ich in einer Geschichte mal „drin“ bin, dann soll es bitte so lang wie möglich dauern. Wichtig ist mir, dass es einen guten Schreibstil und Spannung hat. Ich mag auch schwarzen Humor oder die Abgründe der Psyche. Nicht viel anfangen kann ich mit wahnsinnig kompliziert geschriebenen Büchern – ich will mich in die Geschichte fallen lassen und nicht jeden Satz dreimal lesen müssen, um ihn zu verstehen, weil er so hochtrabend formuliert ist.

Der Schwarm von Frank Schätzing ist 2004 bei Kiepenheuer und Witsch erschienen und auch im Taschenbuch erhältlich.

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111Jan Schönnenbeck aus Krefeld macht in Import/Export. Manchmal schreibt er auch.

Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada ist mein Lieblingsbuch, weil es eine tieftodtraurige Begebenheit lakonisch und sprachlich brillant aufbereitet. Jemand, der so ein Buch in vier Wochen runterschreibt, muss ein Gott sein.

Empfehlen möchte ich das Buch, weil es den Schrecken der Zeit mit einer Leichtigkeit in die Schattierungen der Menschen im Nationalsozialismus zerlegt.

Wenn ich lese, dann ist das ein Mahlstrom aus Vorstellungskraft und und unmerklichem Umblättern.

Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada, der 1947 verstorben ist, wurde 60 Jahre nach seinem Erscheinen zum internationalen Bestseller. Es ist aktuell im Aufbau Verlag erschienen.

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andy50a_ohneAndreas Fallwickl, Jahrgang 1963, Unternehmer in Adnet bei Salzburg

Schöne neue Welt von Aldous Huxley ist mein Lieblingsbuch, weil er schon 1932 die Zeit von heute so genial beschrieben hat und es zeigt, wie verrückt die Welt geworden ist.

Empfehlen möchte ich das Buch jedem Visionär.

Wenn ich lese, dann vertreibe ich mir die Zeit bis zum nächsten Projekt oder, wer weiß, bis zum Sterben. Als reinen Zeitvertreib lese ich  vorwiegend Krimis.

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Schöne neue Welt von Aldous Huxley ist 1932 erschienen und liegt momentan in der 66. Auflage bei Fischer Taschenbuch (ISBN 978-3596200269, 256 Seiten, 7,95 Euro) vor.

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IMG_1261Otto Fritsch, Jahrgang 1955, Leiter des Tourismusverbands Radstadt und großer Musikfan

Siddhartha von Hermann Hesse ist noch immer mein Lieblingsbuch (seit über 40 Jahren!), weil es den Weg zur Selbstfindung eines Menschen wunderbar beschreibt. Hesse zeigt keine Lösung auf, sondern lässt alles offen. Es ist eines der wenigen optimistischen Bücher des 20. Jhdts.

Empfehlen möchte ich es jedem Menschen, der sich ein wenig von den gesellschaftlichen Zwängen lösen möchte – perfekt zum Abtauchen in sich selbst! Tipp für „Multitasker“: Siddharta lesen und im Hintergrund ruhige Musik von Chris Jones hören.

Wenn ich lese, dann ist meine Ledercouch gefragt. Im Hintergrund Musik von David Crosby, van Morrison oder Keith Jarrett, eine Tafel Schokolade in Griffnähe und dann kann mich die ganze Welt einmal gernhaben!

BannerSiddharta von Hermann Hesse ist 1974 erschienen im Suhrkamp Verlag (ISBN 978-3518366820, 128 Seiten, 6,99 Euro).

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image001Bert van Engel, Dirigent und Musikproduzent aus Salzburg, veröffentlicht demnächst seine erste Single „We change the world“.

Das Tor zu vollkommenen Glück von Deepak Chopra ist mein Lieblingsbuch, weil er leicht verständlich den wechselseitigen Zusammenhang zwischen Materie, Verstand und Geist offenbart und uns Wege zeigt, wie wir – auf neudeutsch gesagt – „in den Flow“ kommen und die (nun ein Spiri-Terminus) „Synchronizität“ des Lebens erfahren. Ich habe in diesem Buch bereits wild herumgefuhrwerkt, Sachen angestrichen und eingekringelt, Lesezeichen hineingeklebt und Kommentare dazugeschrieben und nehme es immer wieder in die Hand, wenn mein Blick an ihm hängen bleibt.

Empfehlen möchte ich es allen, die den Mut haben, ein bisschen weiter zu denken. „Spirituelle Lehrer sagen uns, dass wir, wenn wir etwas über den Zustand unseres persönlichen Bewusstseins erfahren wollen, uns nur anzusehen brauchen, was mit uns geschieht und was uns zustößt.“ Unsere innere und äußere Welt sind demnach beide Bestandteile eines Kontinuums. Beide Wirklichkeiten – die subjektive Wirklichkeit der Gedanken, Gefühle, Emotionen, Wünsche, Vorstellungen, Phantasien, Erinnerungen und Zielsetzungen – und die objektive Wirklichkeit – unser physischer Körper – existieren gleichzeitig und sind wechselseitig voneinander abhängig.

Wenn ich lese, dann schnappe ich mir ein Buch oder gehe gleich ohne schnurstracks ins Kaffeehaus, aber nur in eines, in dem ich mich wohlfühle, nehme mir eine x-beliebige Tageszeitung – von Schund bis Schmalz ist alles dabei – und versenke mich in Politik, Wirtschaft und Schmuddel. Einen Fernseher habe ich nämlich keinen. Und ganz ehrlich … so unter uns …. ich lese auch Frauenzeitschriften. Köstlich!

BannerDas Tor zum vollkommenen Glück von Deepak Chopra ist erschienen im Menssana Verlag (ISBN 9783426876527, 320 Seiten, 9,99 Euro). Hier könnt ihr das Buch bei ocelot.de bestellen.

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IMG_1776-2Claudia Hettmann, Jahrgang 1967, Redaktionsassistentin bei Das Haus, München

Der Medicus von Noah Gordon gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Ich habe das Taschenbuch Anfang der 90er-Jahre geschenkt bekommen und war zuerst skeptisch, da ich mit historischen Romanen überhaupt nichts am Hut hatte. Aber in kürzester Zeit hatte mich die Geschichte buchstäblich eingesaugt. Ich konnte mich richtig in die Zeit hineinversetzen und wurde über Jahre ein Fan von historischen Romanen. Spannende Geschichte, gut und schnörkellos geschrieben.

Empfehlen möchte ich das Buch unbedingt allen Fans von historischen Romanen. Der Kinofilm wird dem Buch nicht gerecht, da zu viel weggelassen und auch abgeändert wurde.

Wenn ich lese, dann sehr gerne Thriller, Krimis, amüsante und schräge Romane, aber auch Geschichten mit Tiefgang – eigentlich alles, was eine interessante Geschichte hat und gut geschrieben ist. Dann kann es auch gerne mal eine Liebesgeschichte sein.

BannerDer Medicus von Noah Gordon ist 1997 im Heyne Verlag erschienen (ISBN 978-3442437689, 694 Seiten, 9,99 Euro). Hier könnt ihr das Buch bei ocelot.de bestellen.

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Morgen geht’s los!
Was lesen eigentlich die anderen so? Das erfahrt ihr ab morgen jeden zweiten Montag, wenn in der Serie „Lieblingsfutter – Ein Mensch, ein Buch“ verschiedene Leute ihr Lieblingsbuch vorstellen. Wer noch mitmachen möchte, hat reichlich Zeit und ist herzlich eingeladen. Schreib dazu einfach die untenstehenden Satzanfänge fertig und sende sie mir zusammen mit einem Foto von dir, einer kurzen Info über deinen Jahrgang und deinen Beruf an office_at_mareikefallwickl.at:

 … von … ist mein Lieblingsbuch, weil …

 Empfehlen möchte ich es …

 Wenn ich lese, dann …

Selbstverständlich kannst du mir auch einen oder mehrere Links schicken, die ich gern einbaue.
Ich bin schon neugierig!
Mariki

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Die neue Serie im Bücherwurmloch
Wie ihr wisst, schreibe ich auf diesem Blog über alte und neue Bücher, tue meine Meinung kund, versuche, den Romanen mit meinen Worten gerecht zu werden. Bücher gibt es also auf meinem Blog mehr als genug. Allerdings fehlen ein bisschen die Menschen. Deshalb starte ich die neue Reihe „Lieblingsfutter – Ein Mensch, ein Buch“, in der jeder, der möchte, sein Lieblingsbuch vorstellen kann und soll. Menschen aus allen Bereichen, Altersgruppen und von verschiedenen Orten werden zu Wort kommen, ganz egal, ob sie selbst mit Büchern arbeiten oder nicht, ob sie Autoren sind oder Lektoren, Baggerfahrer, Studenten, Friseure oder Schuhverkäufer. Damit es so richtig menschelt im Bücherwurmloch, wünsche ich mir natürlich, dass ganz viele Leute teilnehmen. Das ist gar nicht schwierig: Drei Halbsätze vervollständigen, ein Foto mitschicken – fertig. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen.

Schreib dazu einfach die untenstehenden Satzanfänge fertig und sende sie mir zusammen mit einem Foto von dir, einer kurzen Info über deinen Jahrgang und deinen Beruf an office_at_mareikefallwickl.at:

 … von … ist mein Lieblingsbuch, weil …

 Empfehlen möchte ich es …

 Wenn ich lese, dann …

 Selbstverständlich kannst du mir auch einen oder mehrere Links schicken, die ich gern einbaue.

Im September geht’s los!
Auf ganz viele E-Mails freut sich
Mariki