Bücherwurmloch

Solidarität mit dem Verlag mit der Fliege
Die Literaturlandschaft erlitte einen großen Verlust, würden die Tore des Eichborn Verlags tatsächlich geschlossen. Insolvenz wurde angemeldet, das Schicksal des 1981 gegründeten Verlags mit der Fliege liegt in den Händen der Manager. Der Verlag soll saniert werden – was hoffentlich gelingt. Die Bibliophilin hat eine schöne Aktion ins Leben gerufen, mit der die Bücherblogger ihre Solidarität mit dem Eichborn Verlag demonstrieren. Das allein wird natürlich nicht ansatzweise reichen, deshalb: Bücher kaufen! Von mir gibt es dazu drei Kauftipps aus dem Eichborn Verlag – drei Bücher, die ich in der letzten Zeit von Eichborn gelesen habe. Sie sind tatsächlich ausgezeichnet und auch ohne diese Aktion empfehlenswert:

Kopf aus den Wolken von Ruth Cerha
Am Ende eines Sommers von Isabel Ashdown
Das Paradies des August Engelhardt von Marc Buhl

Bücherwurmloch

Durchgekaut und einverleibt
Geht das auch in weniger Worten? Das fragt man sich ja ab und zu bei recht langen, ausgefeilten Rezensionen. Ein Überblick, ein Kurzcheck müsste her! Und: Ja, das geht. Ab jetzt im Bücherwurmloch. Am Ende einer jeden Rezension möchte ich in wenigen, treffenden Worten darstellen, was von dem gelesenen Buch Bestand hat, sobald es durch den Bücherwurmmagen gewandert ist. Und bleibe dabei ganz körperlich: was haben Auge, Herz, Hirn und Gedächtnis von der Lektüre? Der neue Bücherwurmloch-Kurzcheck ist eine Ergänzung, kann aber auch für sich allein stehen – und vermittelt euch hoffentlich zum einen den richtigen Eindruck darüber, ob das Buch etwas für euch ist oder nicht, und gibt zum anderen vielleicht einen Anreiz, doch die ganze Rezension zu lesen. 😉

Bücherwurmloch

Lesen auf Englisch, Rezensieren auf Deutsch
Beim Herumstöbern in anderen Bücherblogs ist mir aufgefallen, dass Challenges sehr beliebt sind: Dabei beschließt man, sich mit einem bestimmten Genre auseinanderzusetzen, eine bestimmte Anzahl von Seiten zu lesen oder in einer Fremdsprache. Nun habe ich auch eine Challenge entdeckt, bei der ich mitmachen möchte: auf Englisch lesen! Jeden Monat ein Buch, 12 also insgesamt, bei mir werden es sicher mehr. Schließlich lese ich gern Bücher im Original – weil sie oft besser sind als die Übersetzung und auch günstiger als das deutsche Hardcover … 😉 In diesem Sinne: Let’s get started!

Bücherwurmloch

Was ist dein Lieblingsbuch 2010?
Das Jahr geht zu Ende! Zeit für ein Fazit: ein literarisch-leserisches. Welches Buch hat euch 2010 beeindruckt, berührt und begeistert? Was ist euer diesjähriger Favorit? Ich bin gespannt und neugierig auf die Bücher, die sich euch ins Herz geschlichen haben!

Gerade habe ich schon herumposaunt, dass ich 105 Bücher gelesen habe (ich kann es noch immer kaum glauben!), aber als leidenschaftliche Sammellistenschreiberin muss ich natürlich auch die besten der Besten auflisten. 15 Gustostückerl habe ich in diesem Jahr mit 5 Punkten bewertet. Das sind meine Lieblingsbücher 2010 (die Reihung dürft ihr auch ein bisschen als Reihung verstehen):

1. Chris Cleave: Little Bee
2. David Benioff: Stadt der Diebe
3. Colum McCann: Zoli
4. Jan Christophersen: Schneetage
5. Carla Guelfenbein: Der Rest ist Schweigen
6. Daniel Alarcón: Lost City Radio
7. Markus Zusak: The book thief
8. Per Petterson: Ich verfluche den Fluss der Zeit
9. Milena Agus: Die Flügel meines Vaters
10. Rose Tremain: Der weite Weg nach hause
11. Edward Carey: Alva & Irva
12. Jón Kalman Stefánsson: Das Licht auf den Bergen
13. Ruth Cerha: Kopf aus den Wolken
14. Amanda Shters: Die Geisterstraße
15. Elisabeth Rank: Im Zweifel für dich selbst

Auf ein gutes neues prall mit Büchern gefülltes Jahr!

Bücherwurmloch

Das Jahr der 105 Bücher
Rekorde sind ja da, um gebrochen zu werden. Vor allem die persönlichen. Und in diesem Jahr habe ich mich selbst übertroffen: Auf immerhin 82 Bücher hatte ich es im Jahr 2004  (der Beginn der Auflistung) und im Jahr 2009 gebracht, diesmal sind ganze 105 durch meinen Bücherwurmmagen gewandert. Alle ausgelesen selbstverständlich. Viele haben gemundet, andere sind mir eher sauer aufgestoßen. Alles in allem war es ein wunderbar lesereiches Jahr!

Und da ich Anfang 2010 bei Karla von ihrem Vorsatz gelesen habe, beim Seitenzählwettbewerb mitzumachen und 50.000 Leseseiten zu schaffen, habe ich heuer nicht nur die verspeisten Bücher, sondern auch ihre Seiten gezählt: Zusammen ergeben die 105 Bücher 29.777 Seiten. Das ist viel. Finde ich. Und ich frage mich, ob und wie Karla es geschafft hat, tatsächlich 50.000 zu lesen! Falls es ihr gelungen ist, Respekt. Ich bin aber mit meiner Anzahl durchaus zufrieden. Und fürchte, dass ich das in den nächsten Jahren nicht werde toppen können …

Momentan habe ich ja nicht mal zum Bloggen Zeit. Der Grund dafür ist ein sehr lebhafter, der am 15. November zur Welt gekommen ist und mich Tag und Nacht beschäftigt! Deshalb sind schlimmerweise noch 14 gelesene Bücher zum Rezensieren ausständig. Ich hoffe, ich kann den Stapel nach und nach abarbeiten:

Joyce Carol Oates: Nach dem Unglück schwang ich mich auf, breitete meine Flügel aus und flog davon
Manfred Baumann: Jedermanntod
Hideo Okuda: Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu
Claire Kilroy: All names have been changed
Izzet Celasin: Schwarzer Himmel, schwarzes Meer
Jan Christophersen: Schneetage
Aline Sax: Eine Welt dazwischen
Mohammed Hanif: A case of exploding mangoes
Ruth Cerha: Kopf aus den Wolken
Liz Jensen: My little dirty book of stolen time
Alice Greenway: White ghost girls
Martin Suter: Ein perfekter Freund
Steven Toltz: A fraction of the whole
Angelika Overath: Alle Farben des Schnees

Bücherwurmloch

Wer hat einen Lesetipp für mich?
Es ist ein ganz dramatischer Moment für einen Bücherwurm: Wenn man merkt, dass der Lesestoff im SuB zur Neige geht. Was natürlich nur bedeutet, dass immer noch mindestens zehn Bücher zur Auswahl stehen. Da fangen die Hände an zu zittern. Das Atmen fällt schwer. Und Panik ist im Anmarsch. Wie bei einem Raucher, der nur noch drei Nikotinlieferanten in der Packung hat – er wird wahrscheinlich auch beginnen, sich nach einem Automaten oder Trafikanten umzusehen. Deshalb war ich heute in der Buchhandlung. Allein: Gefunden hab ich nichts. Was da in den Regalen stand, kannte ich entweder schon oder hat mein Interesse nicht geweckt. Schließlich bin ich schon lange süchtig und brauche den besonderen Kick, neu muss mein Stoff sein, anders, aufregend, von ausgezeichneter Qualität. Ich hoffe auf euer Dealer-Insiderwissen. Rettet mich mit ein paar Empfehlungen aus der Misere, bitte!

Bücherwurmloch

Eine kleine, aber feine Auszeichnung …
… hat mir Ada mit dem Blog-Award verliehen. Vielen Dank dafür! Ich freue mich, dass ich in der virtuellen Welt der Bücherblogger freundlich gesinnten Anschluss mit gutem Lesegeschmack gefunden habe. Deshalb reiche ich den Blog-Award gleich weiter an 10 Bücher-Blogs, die ich gern besuche:


Ein Buch muss die Axt sein
Buchkolumne
aus.gelesen
Bibliophilin
Klappentexterin
Blücher
Gedankenspinner
Das Literaturblog
Libromanie
Read that

Bücherwurmloch

Meine allerersten Rezensionsexemplare sind eingetroffen!
Es gibt ja für einen Bücherwurm kaum was Schöneres als Büchersendungen. Deshalb waren die letzten drei Tage für mich absolute Freudentage: Gleich fünf Rezensionsexemplare sind in meinem Postkasten gelandet. Nach knapp einem Jahr Bloggerei habe ich es gewagt, freundlich bei den Verlagen anzuklopfen und um Leseexemplare zu bitten. Und siehe da: Einige Verlagshäuser haben prompt zugestimmt, mich mit Lesestoff zu versorgen. Ich grinse glücklich und freue mich über:

Was niemand sah von Eli Gottlieb (Droemer Knaur)
Ich schlage vor, dass wir uns küssen von Rayk Wieland (Verlag Antje Kunstmann)
Zwei schwarze Jäger von Brigitte Kronauer (Klett-Cotta)
Unter diesem Einfluss von Henning Kober (S. Fischer)
Der Rest ist Schweigen von Carla Guelfenbein (S. Fischer)

Und das Beste ist: Wie per Mail versprochen, kommt da noch mehr!

Und da kam auch noch was (am 26. August):
Gasthauskind von Ingried Wohllaib (Piper)
Stillborn von Michael Stavaric (dtv)
und
Solar von Ian McEwan (Diogenes)
nämlich!

Und nun ist der Reigen vollständig:
Blut im Wasser von Alexander Schimmelbusch (Blumenbar)
Am Ende eines Sommers von Isabel Ashdown (Eichborn)
Wunder und Legenden aus meinem Land im Krieg von Richard Morgiève (Ullstein)
Der Vogel, der spazieren ging von Martin Kluger (Dumont)
Menschen aus Papier von Salvador Plascencia (Edition Nautilus)
Lost City Radio von David Alarcón (Wagenbach)