Bücherwurmloch

English-Challenge 2011 over and out
Anfang des Jahres habe ich beschlossen, bei der English Challenge von Buchsaiten und Libromanie mitzumachen. Dabei geht es darum, jeden Monat ein englisches Buch zu lesen und zu rezensieren. Nun erkläre ich diese Challenge offiziell für verloren und/oder abgebrochen. Das Lesen auf Englisch ist nicht das Problem, das tue ich gern und immer – aber ich schaffe es nicht, die englischen Titel auch jeden Monat rechtzeitig zu rezensieren. 9 Bücher in 6 Monaten habe ich bisher in diesem Jahr gelesen, das aktuelle liegt aber noch unrezensiert auf meinem Stapel, und der Juli ist schon vorbei. Die Rezensionsexemplare der Verlage haben bei mir Vorrang, weil ich diese natürlich zeitnah besprechen möchte, und dann sind da noch viele große und kleine Dinge, die meinen Alltag wunderbar ausfüllen … deshalb no more challenge for me und ich atme erleichtert auf.

Bücherwurmloch

Das Bücherwurmloch verneigt sich dankend!
Ich bin ja schon sehr gut erzogen. Deshalb sage ich immer Bitte und Danke. Ein ganz besonders großes DANKE möchte ich an dieser Stelle einmal an die vielen Verlage und ihre lieben Pressemenschen richten, die mich und das Bücherwurmloch stets mit ausgezeichnetem Lesefutter in Form von Rezensionsexemplaren versorgen. Ich freue mich über das abwechslungsreiche Mahl, das ich dank ihrer Unterstützung für den Bücherwurmlochmagen zusammenstellen kann, und bemühe mich stets, ihren Erwartungen mit meinen Besprechungen auf ehrliche Weise gerecht zu werden. An dieser Stelle seien die Verlage einmal genannt, denen diesen freudvolle Dankeschön gewidmet ist:

Der dtv hat mir mit Stillborn von Michael Stavaric und Das Buch Dahlia von Elisa Albert schockierend-mitreißende Lesestunden spendiert, aktuell fiebere ich der Lektüre von Lorenzos Reise von Andrea Bajani entgegen.

Vom Eichborn Verlag habe ich Isabel Ashdowns Am Ende eines Sommers sowie das wunderbare Paradies des August Engelhardt von Marc Buhl bekommen, Droemer Knaur hat Was niemand sah von Eli Gottlieb und Der verführerische Charme der Durchschnittlichkeit von Melissa Jacoby spendiert.

Viel Spaß hatte ich mit Rayk Wielands Ich schlage vor, dass wir uns küssen und Marco Balzanos Damals, am Meer aus dem Verlag Antje Kunstmann.

Dem Dumont Verlag danke ich herzlich für Der Vogel, der spazieren ging von Martin Kluge, Die Vorstadtheiligen von Lidia Amejko, Der unmögliche Roman von Zoran Živković sowie Deutschland. Ein Bilderbuch von Isabel Kreitz.

Dem Klett-Cotta Verlag bin ich für Zwei schwarze Jäger von Brigitte Kronauer sowie Der Wintergast von Elisabeth Binder zu Dank verpflichtet.

Vom Diogenes Verlag habe ich Solar von Ian McEwan erhalten, vielen Dank dafür!

S. Fischer hat mir mit Unter diesem Einfluss von Henning Kober und Der Rest ist Schweigen von Carla Guelfenbein verwirrende und tief traurige Lesestunden beschert und sei bedankt.

Ein Dankeschön an Edition Nautilus für Menschen aus Papier von Salvador Plascencia.

Piper danke ich für Gasthauskind von Ingried Wohllaib und Tagebuch eines Mörders von Kerstin Ekman.

Mit Lost City Radio David Alarcón aus dem Wagenbach Verlag habe ich wunderbare Stunden verbracht, ebenso mit Man Down von André Pilz und Mit den Frauen von Dante Maria Franzetti aus dem Haymon Verlag.

Ein großes Dankeschön geht an den Galiani Verlag für Die Stille nach dem Gesang von Katharina Döbler und Zur falschen Zeit von Alain-Claude Sulzer. Aktuell bin ich gespannt auf Das Glück der Zikaden von Larissa Boehning.

Luchterhand hat mir Alle Farben des Schnees von Angelika Overath geschickt, der Verlag Oetinger hat mir mit Der Märchenerzähler Lesefreude bereitet.

Dem Residenz Verlag danke ich herzlich für Unter uns von Angelika Reitzer und Aufgetrennte Tage von Gudrun Seidenauer, das ich gerade lese.

Der Steidl Verlag hat mit Der bisher beste Tag meines Lebens von Greg Ames ein grandioses Buch herausgebracht, für das ich vielmals danke.

Die DVA hat mir Die Glasfresser von Giorgio Vasta geschickt, ein zutiefst berührendes und verstörendes Buch. Vielen Dank!

Bei Berlin University Press bedanke ich mich für Gott im Reiskorn von Mariam Kühsel-Hussaini. Leider war Frau Kühsel-Hussaini mit meiner (hymnischen) Rezension nicht zufrieden und hielt es für nötig, mich übelst zu beschimpfen.

Der Knaus Verlag hat mich mit Wunderland von Sophie Albers unterstützt, der Thiele Verlag mit Die besten Wochen meines Lebens von Martin Page.

Ein herzliches Dankeschön schicke ich dem Berlin Verlag für den schrägen Roman Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen von Aimee Bender und dem Verlag Voland & Quist für das hervorragende Buch Lebt wohl, Cowboys von Olja Savičević.

Dem Mairisch Verlag danke ich vielmals für In Spuren von Hannes Köhler, das ich gerade zu lesen begonnen habe, und dem Osburg Verlag für Der Sommer, in dem Linda schwimmen lernte von Roy Jakobsen, das ich als Nächstes verspeisen werde.

Bücherwurmloch

6 Monate Lesezeit: Was bisher im Bücherwurmloch geschah
Halbzeit! Das Jahr 2011 ist bereits zur Hälfte um. 40 Bücher hat es dem Bücherwurmlochmagen bisher beschert. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz und ein kurzes Fazit!

6 Bücher haben es auf den Olymp geschafft, sie haben 5 von 5 möglichen Punkten in der Bewertung erhalten.

Es sind dies:
Der bisher beste Tag meines Lebens von Greg Ames
Das Paradies des August Engelhardt von Marc Buhl
Wie wir verschwinden von Mirko Bonné
Room von Emma Donoghue
Lebt wohl, Cowboys von Olja Savičević
Damals, am Meer von Marco Balzano

Davon bisher immer noch das beste Buch des Jahres: Room.

Das im Gegenzug bisher schlimmste Buch war The Night Counter von Alia Yunis. Ein langweiliger Graus.

Am kitschigsten fand ich Pierre Szalowskis Bei Kälte ändern die Fische ihre Bahnen, am verwirrendsten Der Wolkenatlas von David Mitchell und am skurrilsten Es war einmal eine Frau, die ihren Mann nicht sonderlich liebte von Ljudmila Petruschewskaja.

Das enttäuschendste Buch bisher war Der Himmel unter der Stadt von Colum McCann, das schrägste Die Vorstadtheiligen von Lidia Amejko und das schockierendste Die Glasfresser von Giorgio Vasta.

Die besten Kurzgeschichten hat mir David Benioff in Alles auf Anfang erzählt. Am meisten geschmunzelt habe ich bei Die besten Wochen meines Lebens begannen damit, dass mich eine Frau verließ, die ich gar nicht kannte von Martin Page und wie Urlaub angefühlt hat sich Marco Balzanos Damals, am Meer.

In diesem Sinne freue ich mich auf die weiteren literarischen Leckerbissen, die das Jahr noch bringen wird!

Bücherwurmloch

Solidarität mit dem Verlag mit der Fliege
Die Literaturlandschaft erlitte einen großen Verlust, würden die Tore des Eichborn Verlags tatsächlich geschlossen. Insolvenz wurde angemeldet, das Schicksal des 1981 gegründeten Verlags mit der Fliege liegt in den Händen der Manager. Der Verlag soll saniert werden – was hoffentlich gelingt. Die Bibliophilin hat eine schöne Aktion ins Leben gerufen, mit der die Bücherblogger ihre Solidarität mit dem Eichborn Verlag demonstrieren. Das allein wird natürlich nicht ansatzweise reichen, deshalb: Bücher kaufen! Von mir gibt es dazu drei Kauftipps aus dem Eichborn Verlag – drei Bücher, die ich in der letzten Zeit von Eichborn gelesen habe. Sie sind tatsächlich ausgezeichnet und auch ohne diese Aktion empfehlenswert:

Kopf aus den Wolken von Ruth Cerha
Am Ende eines Sommers von Isabel Ashdown
Das Paradies des August Engelhardt von Marc Buhl

Bücherwurmloch

Durchgekaut und einverleibt
Geht das auch in weniger Worten? Das fragt man sich ja ab und zu bei recht langen, ausgefeilten Rezensionen. Ein Überblick, ein Kurzcheck müsste her! Und: Ja, das geht. Ab jetzt im Bücherwurmloch. Am Ende einer jeden Rezension möchte ich in wenigen, treffenden Worten darstellen, was von dem gelesenen Buch Bestand hat, sobald es durch den Bücherwurmmagen gewandert ist. Und bleibe dabei ganz körperlich: was haben Auge, Herz, Hirn und Gedächtnis von der Lektüre? Der neue Bücherwurmloch-Kurzcheck ist eine Ergänzung, kann aber auch für sich allein stehen – und vermittelt euch hoffentlich zum einen den richtigen Eindruck darüber, ob das Buch etwas für euch ist oder nicht, und gibt zum anderen vielleicht einen Anreiz, doch die ganze Rezension zu lesen. 😉