Gut und sättigend: 3 Sterne

IMG_3822„Lasst uns auf unsere Freunde trinken und mögen wir alle mehr Freunde haben als Blätter an einem Apfelbaum“

Fünfzig Jahre ist es her, dass die kleine Rike gestorben ist. Dass sie aus dem Kirschbaum gefallen und Blut aus ihrem Ohr geflossen ist. Martina kann das nicht vergessen, und ihre Mutter Elena kann es auch nicht. Jetzt wird Elena 88 Jahre alt, ein rauschendes Fest gibt man ihretwegen, die Polka wird getanzt, der Honigschnaps wird getrunken, aber für Elena ist der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit schon fließend. Für Elena gäbe es noch viel zu sagen, nur hat sie nicht mehr viel Zeit. Aber jetzt, wenn man ehrlich ist, würde sie es wahrscheinlich auch nicht mehr aussprechen, fünfzig Jahre später. Wo doch jeder nur geschwiegen hat über alles, was wichtig war. Tochter Martina über das, was wirklich geschehen ist und was sie über Rike gedacht hat. Enkelsohn Daniel über seine komplizierten Gefühle seiner Freundin Sasha gegenüber. Sasha über das, was sie erlebt hat auf ihren wilden, gefährlichen Reisen in Kriegsgebiete und Ecken der Welt, die gut und gern das Ende sein könnten. Und Anja über das, was sie tatsächlich sucht, wenn sie ihrer kleinen Tochter Schlaftropfen in die Milch gibt, um sie nachts allein zu lassen.

Es ist nicht einfach, den Inhalt von Tina Pruschmanns Debüt wiederzugeben. Das liegt daran, dass es kaum möglich ist, das Buch nachzuerzählen, zu kurz sind die Erzählstränge, zu verwickelt das Gesamtbild. Die Kapitel sind episodenhaft, nicht chronologisch aneinandergereiht, sie hängen zwar zusammen, ja, sie haben teilweise dasselbe Figureninventar, und doch wirken sie mehr wie Interlinking Short Stories denn wie ein Roman. Die Autorin, die Soziale Verhaltenswissenschaft und Soziologie studiert hat, lässt die Handvoll Charaktere, die sie entworfen hat, Banales und Schreckliches erleben, lässt sie sich verlieben, sich trennen, lässt sie lachen, leiden und sterben. Es geht um ihre Schicksalsmomente, um jene Augenblicke, die etwas verändern, sofort oder erst, vielleicht unbemerkt, später. Kurze Einblicke bekommt der Leser in diesem langen Reigen von Mosaiksteinchen aus einer ungefähren Zeitspanne zwischen 2002 und 2015, mit Ausnahmen, die weiter zurückreichen, die Kapitel sind datiert, aber um wen es geht, das muss man herausfinden, indem man liest, sich wundert, grübelt, irgendwann draufkommt. Das ist gut, es ist herausfordernd, anstrengend ist es auch.

Im Klappentext steht „Mit großer Leichtigkeit erzählt Tina Pruschmann von diesen besonderen Momenten, den Lostagen im Leben“ – nein. Leicht ist an diesem Buch gar nichts. Mit bleierner Schwere, müsste es eher heißen, denn Lostage ist unfassbar deprimierend. Obwohl ich das Melancholische liebe, hat dieses Buch mich derart niedergedrückt, dass ich oft tagelang nicht weiterlesen konnte. In seiner Art, eine Familie darzustellen und zu beleuchten, durch das Gesplitterte, Vereinzelte, hat es mich sehr stark an Rabenkinder von Heike Duken erinnert, meinen Favorit für den Blogbuster-Preis. Die Romane ähneln sich sehr, zum Teil im Inhalt, aber mehr noch in der Aufmachung, dem Stil, der Idee, eine Familie nicht über ihren Zusammenhalt zu charakterisieren, sondern über die Erkenntnis, dass jeder für sich bleibt, dass jeder einsam ist, dass die Blutsverwandtschaft nichts weiter ist als ein locker geknüpftes Band, das der Zufall gewebt hat. Tina Pruschmann kann ohne Zweifel herausragend gut schreiben. Sie tanzt mit den Wörtern, sie gibt ihnen Befehle, denen die Wörter widerstandslos folgen. In seiner Gesamtheit ist Lostage komprimierte, elendige, bodenlose Traurigkeit. Es ist ein Buch, das man, um es lesen zu können, in erster Linie aushalten muss.

Lostage von Tina Pruschmann ist erschienen im Residenz Verlag (ISBN 9783701716807, 224 Seiten, 22 Euro).

Gut und sättigend: 3 Sterne

Zwicker„Manchmal würde ich auch gern die Erinnerung verlieren“

„Die meisten sehen es falsch. Sie glauben, die Alten würden abgehängt. Sie glauben, die Alten verlören den Anschluss, weil der Zahn der Zeit ihre Geister und Körper daran hindert, mit dem rasenden Fortschritt mitzuhalten. Das stimmt aber nicht. Der Fortschritt gestaltet nur die Kulisse. Und in diesem ewigen Trauerspiel liegen die Alten immer voran.“

Kehr ist alt, und viel, das ist ihm klar, wird nach dem Tod seiner Frau nicht mehr kommen. Er gibt vor, senil zu sein, an Demenz zu leiden, damit seine Familie ihn ins Pflegeheim bringt. Dort, so stellt er es sich vor, wird er ein ruhiges Leben haben in seinen letzten Jahren. In Wahrheit ist es jedoch anstrengend, den Demenzkranken zu spielen, herumzuschreien, in die Hose zu machen und vor allem kein Wort mit seiner geliebten Enkelin Sophie zu sprechen. Es bricht ihm das Herz, dass er so tun muss, als würde er sie nicht kennen. Sie ist die Einzige, die ihn besucht, die Einzige, die er liebt. Kehr rechnet ab mit dem Leben, mit seinen Fehlern und Verlusten, er beobachtet die anderen Pflegebedürftigen, manchmal spielt er ihnen Streiche. Und er büxt gern aus, aber nur, um sich vorn an der Ecke beim Türken was zu kaufen. Dann kommt seine Jugendliebe Annemarie in dasselbe Pflegeheim, und Kehr merkt, dass er sich mit seinen Lügen und Täuschungen in die Ecke manövriert hat, dass er sich nur noch im Kreis dreht.

Frédéric Zwicker hat als Zivildiener in einem Pflegeheim gearbeitet, und das merkt man seiner Erzählung an: Hier schreibt einer, der genau weiß, was Sache ist. Er berichtet über die Arbeit der Pfleger, über das Verhalten der zu Pflegenden – man möchte sie fast Insassen nennen, haben sie doch keinen Weg in die Freiheit mehr – und über den Alltag in einem solchen Heim. Was zuerst nach einer guten Idee klingt, einen alten Mann dort hinzubringen, der nur vorgibt, dement zu sein, der im Heim beobachten und entlarven, Schabernack treiben und den Leser unterhalten kann, stellt sich im Laufe des Romans als Spiegeltrick heraus. Es scheint, als habe der Protagonist eigentlich nur sich selbst getäuscht. So ganz, das muss ich gestehen, begreife ich nicht, warum er das tut. Weshalb lässt er sich einliefern, sich seiner Freiheit berauben, obwohl es nicht nötig wäre? Wieso verletzt er seine Enkelin derart tief, gibt vor, sie nicht zu erkennen, obwohl er sie so sehr liebt? Und warum gibt er seine Tarnung nicht einmal dann auf, als seine große Liebe Annemarie vor ihm steht? Ich hab mich gefragt, ob er vielleicht nur denkt, er sei nicht dement, und es in Wirklichkeit aber ist, nur: Das kommt mir dann doch zu kompliziert vor. Oder bedürfte zumindest einiger Erklärungen, die es nicht gibt.

Das ist die Schwachstelle an diesem Buch, das Unerklärliche, Fragwürdige, ansonsten ist es gut geschrieben, sehr authentisch, in Eigenerfahrung recherchiert und originell. Wer es liest, wird – vermutlich nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal denken –, dass er als alter Mensch hoffentlich nicht in einem Heim landen wird. Das Erste, was einem an der Tür abgenommen wird, scheint die Würde zu sein. Ein lesenswerter, aber wahrlich kein herausragender Roman.

Hier können Sie im Kreis gehen von Frédéric Zwicker ist erschienen bei Nagel & Kimche (ISBN 978-3-312-00999-2, 160 Seiten, 20 Euro).

Gut und sättigend: 3 Sterne

KnechtAch, die Frauen! Immer wollen sie was.
Und vor allem wollen sie was von ihm, Viktor. Es ist halt schon anstrengend, wenn man so ein Frauenmagnet ist wie er, erfolgreich, charmant, ein Hengst im Bett, einer von denen, die viele Eisen im Feuer haben. Sein Handy steht nie still, und er muss aufpassen, dass die vielen Nachrichten, Mails und Anrufe nicht von der einen gesehen werden, mit der er vorgeblich monogam lebt: Magda, die Mutter seiner Kinder. Wenn die wüsste, was Viktor wirklich treibt, dann wär die Kacke am Dampfen. Er ist ein Fixpunkt im Wiener Kulturkreis, er leitet ein Theaterfestival, scheucht Schauspieler herum, trinkt ein Glaserl mit wichtigen Leuten, zieht ein Naserl mit wichtigen Leuten, man kennt das ja. Schon sehr lang hat Viktor was mit Josi, mit ihr ist es unkompliziert, sie hat selbst zwei Kinder und vögelt ihn, wann es grad in ihren Zeitplan passt. Mit Helen hat Viktor auch was, die ist eigentlich eine Freundin der Familie, verheiratet mit dem alkoholkranken Paul, eine wunderschöne Frau, viel zu schön für Viktor, aber sie gibt sich eben zufrieden. Dann sind da aber noch Frauen, mit denen ist es für Viktor viel komplizierter. Mit denen hätte er, vernünftig betrachtet, wirklich nichts anfangen dürfen. Weil die ihm vielleicht irgendwann doch zum Verhängnis werden.

Doris Knecht ist eine bekannte österreichische Autorin und Kolumnistin. Ich hab bisher alle ihre Bücher gelesen – was bei meinem Nur-ein-Buch-pro-Autor-Spleen etwas Besonderes ist – und erst letztens den großartigen Film Gruber geht mit Manuel Rubey, für den ich heimlich schwärme, angeschaut. Doris Knecht schreibt genial böse, sarkastisch, entlarvend, österreichisch, witzig. Ich liebe ihre Bücher, und doch muss ich sagen: Alles über Beziehungen – von dem ich aufgrund des Titels erst dachte, es handle sich um ein Sachbuch – ist nicht ihr bester Roman. Wald ist weitaus grandioser, genauso Besser. Für ihren neuesten Clou hat sie einen Protagonisten erdacht, der als Figur so kurios ist, dass es für ein ganzes Buch reicht: Einer, der bescheißt, einer, der sich selber geil findet, in Wahrheit an tiefen Selbstzweifeln leidet, einer, der ein so großes Ego hat, dass nichts, aber wirklich gar nichts, daneben Platz hat. Viktor gehört zu jenen Männern, die permanent Bestätigung durch Frauen brauchen – und sie sich auch holen, obwohl sie eine feste Partnerin haben. Wir alle kennen diese Männer, und Doris Knecht hat ihre Eigenheiten, ihre Denkweise, ihr verrücktes Verhalten und ihre noch verrückteren Selbstrechtfertigungen bestens eingefangen. Trotzdem hätte ich mir für das Buch eine Handlung gewünscht. Denn wenn man ganz genau hinsieht, stellt man fest: Es hat keine.

Der gesamte Roman zieht sich über einen einzigen Tag und folgt Viktor bei allem, was er tut. Das ist nicht viel, denn in erster Linie sind wir in Viktors Gedankenwelt unterwegs. In der Welt, die er sich aufgebaut hat, um das ständige Lügen und Betrügen mit seinem Gewissen zu vereinbaren. Zweimal wechseln wir zu Frauen, erfahren kurz, wie sich das Ganze aus ihrer Perspektive darstellt, wie sie Viktor sehen – von Josi und Helen. Das ist natürlich erheiternd, zeigt, wie Viktor von seinen Betthäschen wahrgenommen wird, war mir aber zu kurz. Warum nur für ein paar Seiten in die Sicht der Frauen springen, warum das nicht vertiefen? Und wieso sind es nur zwei seiner vielen Weiber, was ist mit all den anderen? Das hat sich für mich unausgegoren und halbherzig angefühlt. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Ton, der mir an sich gut gefällt, ich mag das Bissige, das Zynische, aber: Irgendwann war es mir zu viel. Es ist, als würde man an einem Tisch sitzen in geselliger Runde, und einer muss permanent lästern. Er zieht über die anderen her, er kotzt sich aus, er erhöht sich selbst, kann nichts ohne gehässige Ironie sagen. Es kommt der Moment, da erträgt man diesen Jemand nicht mehr. Im Fall von Alles über Beziehungen ist natürlich die Autorin die, die sich über ihre eigene Figur lustig macht. Zu Recht! Aber das zu lesen, ermüdet auch. Und es ist zu einseitig. Im Vergleich zu Gruber geht, dessen Protagonist auch einer ist, über den man sich lustig machen könnte, der dann aber so viel an Tiefe gewinnt, bleibt der neue Roman sehr flach. Wer daher noch nichts von Doris Knecht kennt, sollte unbedingt zu einem ihrer anderen Bücher greifen. Oder auf das nächste warten, vielleicht wird es wieder besser. Ich werde es auf jeden Fall trotzdem lesen.

Alles über Beziehungen von Doris Knecht ist erschienen im Rowohlt Verlag (ISBN  978-3871341687, 288 Seiten, 22,95 Euro).

Gut und sättigend: 3 Sterne

Albert„Und das Herz rollt sich ja auch nicht zum Sterben ein, es will immer noch und will und will“
Es war nur ein Schnitt, doch für Ari war es ein tiefer Einschnitt: Vor einem Jahr wurde ihr Sohn Walker per Notkaiserschnitt aus ihr herausgeholt, und damit kommt sie nicht klar. Sie fühlt sich wie eine Versagerin, sie fühlt sich vergewaltigt. An manchen Tagen ist sie schwer depressiv, mit ihrer feministischen Doktorarbeit geht nichts weiter, obwohl sie Walker zur Tagesmutter bringt, und das Muttersein macht ihr generell zu schaffen:

Wieder ein Tag vorbei, okay, ich kapier’s, ich hab’s kapiert: Ich bin vorbei. Mich gibt es nicht mehr. Daher die uralte Übereinkunft, dass Kinderlose nicht die Voraussetzung mitbringen, sich mit religiöser Mystik zu befassen. Daher die weitverbreitete Überzeugung, Kinderkriegen sei der Expresszug zur Erleuchtung. Es gibt Meditation, Medizin, Peyote in der Wüste bei Sonnenaufgang und die Selbstopferung, und dann gibt es noch das Kinderkriegen, damit kann man auch verschwinden.

Verheiratet ist Ari mit dem gutmütigen, harmlosen, spießigen Paul, der sie, so gut er kann, unterstützt. Sie liebt ihn, obwohl er langweilig ist, fühlt sich aber eingesperrt in der Monogamie:

Die Ehe ist hart. Man muss sich rund um die Uhr bemühen, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Der grausige, jämmerlche, verlogene Sack Scheiße, der man eigentlich ist, muss täglich niedergerungen werden.

Dann zieht im Haus nebenan die bekannte und hochschwangere Rocksängerin Mina ein, und Ari findet eine Verbündete. Doch die Frage in Aris Doktorarbeit wie in ihrem Leben ist: Können Frauen wirklich Freundinnen sein?

Elisa Albert macht’s derb. Sie scheut Tabuthemen nicht, im Gegenteil: Sie stürzt sich hinein. Und dann wühlt sie so richtig darin herum. In ihrem Roman Das Buch Dahlia nahm sie eine Krebserkrankung auseinander und beschäftigte sich eingehend mit dem Schrecken dieser Krankheit. In Ein Schnitt – dessen deutschen Titel ich genial finde – widmet sie sich mehreren Themen zugleich: dem Muttersein, dem Frausein, der Beziehung zwischen Frauen und Männern, der Beziehung zwischen Frauen und Frauen. Für alles, was gesagt wird, findet Protagonistin Ari harte, stark tabuisierte Worte, beispielsweise:

Ich hatte schon immer Mühe, zwischen Leuten zu unterscheiden, die mich hassen, und Leuten, die mich ficken wollen. Weil es da nämlich, wie mir irgendwann dämmerte, oft erhebliche Überschneidungen gibt.

Wer, wie ich, kein Problem mit einer so derben Sprache hat, wird nicht gleich verschreckt sein, aber: Auf Dauer ist das sehr anstrengend zu lesen. Ari ist eine Bitch. Sie lästert über jeden, am liebsten über andere Frauen, und hier beißt sich die Katze in den Schwanz: Für ihre Doktorarbeit beschäftigt Ari sich mit der Tatsache, dass Frauen einander die größten Feindinnen sind, sich gegenseitig manipulieren und es nicht schaffen, sich gegen die Männer zu behaupten, weil sie nicht zusammenhalten. Der Witz ist: Ari ist für ihre eigene Theorie der beste Beweis. Und das macht sie als Person schwer erträglich, genau wie das gesamte Buch. Es ist lustig, ja, schonungslos, ehrlich, entlarvend, aber es ist auch eine einzige, alles umfassende Hasstirade.

Ein Schnitt von Elisa Albert ist erschienen bei dtv (ISBN 978-3-423-26090-9, 216 Seiten, 15,90 Euro).

Gut und sättigend: 3 Sterne

Schomburg„Wenn man einmal was erzählt hat, dann ist es da“
Es gibt ja vieles, das scheiße ist, wenn man siebzehn ist. Die Erwartungen der Eltern zum Beispiel. Die Zukunft, die wechselweise wie eine Drohung oder eine Verheißung aussieht. Und in den besten Freund verliebt zu sein. Johanna steht auf Boris, aber Boris ist unglücklicherweise mit Ana-Clara aus Portugal zusammen. Johanna und Boris hängen immer zusammen ab, und sie küssen sich fast, aber sie küssen sich eben nicht, und abgesehen davon, dass Johanna darunter leidet, kann sie es auch nicht verstehen. Was findet er an Ana-Clara, die nicht mal hier ist? Und wieso will er sie, Johanna, nicht? Diese Fragen rücken allerdings in den Hintergrund, als Boris verschwindet und einen Brief hinterlässt, der Johanna sowie seine Familie in Panik versetzt. Die viel wichtigere Frage ist jetzt: Wo ist er? Und: Können sie ihn finden?

Jan Schomburg ist Regisseur, Drehbuchschreiber und Autor, dies ist sein erster Roman. Ich wusste nicht, dass es sich dabei um ein Jugendbuch handelt bzw. um ein Exemplar aus jener neuen Gattung, in der uns Jugendbücher als Erwachsenenromane verkauft werden und man sie erst als das erkennen kann, was sie sind, wenn man sie liest. Young Adult nennt sich das und Coming of Age. Ich war überrascht, und nun ja, nicht auf sehr positive Weise, weil ich Jugendbücher nicht sonderlich mag. Ich finde, dass sie sich fast immer anhören wie das Tagebuch eines Pubertierenden, das er später nur mit Unbehagen selbst lesen würde.

„Das Tolle an der Schule ist doch, dass man sich mit Menschen auseinandersetzen muss, mit denen man sonst niemals was zu tun hätte“, sagt meine Mutter manchmal, wenn ich über Babette oder Marcel oder irgendjemand anderen rede, der was besonders Idiotisches gemacht oder gesagt hat. Ich kann nur die Augen verdrehen bei sowas. Das ist so die Art von Aussage, die man echt gar nicht gebrauchen kann. Das ist so, als würde man gar nicht jetzt leben, sondern nur für später, wenn man die Erfahrung vielleicht mal für irgendwas gebrauchen kann.

Das ist mir stets eine Spur zu banal und gleichzeitig eine Spur zu pathetisch. Aber: Dafür, dass ich den weinerlichen Ton von Siebzehnjährigen nicht ausstehen kann, ist Das Licht und die Geräusche überraschend erträglich. Jan Schomburg hat Talent, er hat Einfühlungsvermögen, und er vermittelt diese wirre Emotionswelt, in der Teenager sich befinden, auf authentische Weise. Zwar macht Johanna ständig Dinge, die ich nicht im Geringsten nachvollziehen kann, ihr Leben dreht sich um Mobbing, Klassenkameraden, ihre Verliebtheit und erste sexuelle Erfahrungen, die auf merkwürdige Art aus dem Ruder laufen. Vielleicht bin ich einfach schon zu weit weg von dem, was Siebzehnjährige bewegt. So oder so: Jugendbücher mag ich immer noch nicht. Aber es hätte schlimmer sein können.

Das Licht und die Geräusche von Jan Schomburg ist erschienen im dtv (ISBN 978-3-423-28108-9, 20 Euro). Ähnlich wie ich sieht das übrigens Tobias von Buchrevier.

Gut und sättigend: 3 Sterne

PasztorBegleitschreiben eines Sterbeprozesses
Fred ist einer von denen, die alles richtig machen wollen und dabei das Meiste falsch machen. Er ist alleinerziehender Vater, sein Sohn Phil ist 13, sehr klein und schreibt heimlich Gedichte. Die Mutter hat die beiden verlassen und schickt nur sporadisch Pakete mit esoterischen Heilmitteln, die Phil nicht öffnet, oder universelle Engelenergie übers Telefon. Nun hat Fred eine Ausbildung zum Sterbebegleiter gemacht – und der erste Mensch, dem er ehrenamtlich beistehen soll, ist Karla. Sie hat Krebs im Endstadium und nicht mehr viel Zeit, und sie ist allein. Fred bemüht sich, aber seine ersten Begegnungen mit Karla verlaufen nicht gut. Sie verlaufen sogar derart schlecht, dass Karla ihn nicht mehr sehen will. Nur Phil darf noch zu ihr – um ihre Bilder, ihren Nachlass zu dokumentieren. Doch Fred, der alles richtig machen will, kann das nicht auf sich sitzenlassen.

Ich kenne Susann Pásztor von ihrem sehr guten Debüt Ein fabelhafter Lügner. In ihrem dritten Roman beschäftigt sie sich mit einem Thema, mit dem sie sich auch aus eigener Erfahrung gut auskennt: Sie ist seit Jahren als ehrenamtliche Sterbebegleiterin tätig. Dafür zolle ich ihr größten Respekt, denn ich finde den Mut, den sie dafür aufbringt, die Nächstenliebe, die Aufopferung sehr bewundernswert. Ihr Romanheld Fred ist so einer, der meint es gut. Der ist dick und sympathisch, unbeholfen und fantasielos, nicht sehr gewitzt, aber er gibt sich Mühe. Dass er bei Karla auf Granit beißt, dass es keine rührseligen Hollywood-Momente und keine tränenreichen Versöhnungen gibt, macht diesen Roman interessant. Dass es aber sonst auch nicht viel gibt, macht ihn ein bisschen langweilig.

Ich gestehe es: Zwischendrin hab ich nur quergelesen und die Seiten überflogen. Ich mochte Fred und Phil ganz gern, konnte mit Karla wenig anfangen, aber das macht ja nichts – und hab lange auf etwas gewartet, das bleibenden Eindruck hinterlässt. Vielleicht ist das die Botschaft: dass da nichts ist. Dass ein Leben, wenn es zu Ende geht, einfach verlischt, still, unspektakulär, fast schon unbemerkt. Freilich ist das reichlich deprimierend. Es ist auch menschlich und authentisch – nur für einen Roman, der aus der Masse heraussticht, hätte ich mir dann doch deutlich mehr Bewegung gewünscht. Vor allem auch in Bezug darauf, dass der Sterbeprozess ein Tabuthema mit viel Potenzial ist. Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster ist ein gut geschriebenes, gefühlvolles, nur leider ein wenig fades Buch.

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster von Susann Pásztor ist erschienen bei Kiepenheuer & Witsch (ISBN 978-3-462-04870-4, 288 Seiten, 20 Euro). Isabel Bogdan sieht das übrigens nicht wie ich, sie fand das Buch sehr gut.

Gut und sättigend: 3 Sterne

Monteagudo„Sollten nicht Tiere hinter diesen Gewaltakten stecken, würde ich am ehesten auf die aggressive Natur des Menschen tippen“

„Der Mensch ist zu den schrecklichsten Grausamkeiten fähig, dazu müssen ihm keine Haare, Nägel und Reißzähne wachsen“,

sagt Enrique, Vater des jungen Ich-Erzählers Orlando. Sie leben in einem abgelegenen Dorf in den galicischen Bergen, Orlandos schwangere Mutter ist die Lehrerin. Doch während der Waldhüter nicht an Werwölfe glaubt, tut die restliche Dorfgemeinschaft es sehr wohl: Nach mehreren bestialischen Morden in Vollmondnächten manifestiert sich langsam, aber sicher Panik in den Menschen. Die Opfer sind allesamt Frauen, die misshandelt und blutrünstig zerfetzt wurden. Orlando schwankt zwischen Ängstlichkeit und dem unerschütterlichen Glauben eines Kindes daran, dass der eigene Vater es besser weiß. Doch bald merkt Orlando, dass sein Vater ein Geheimnis hat …

Wolfsland von David Monteagudo ist ein merkwürdiges Buch. Der galicische Autor, der viele Jahre als Mechaniker gearbeitet hat, hat es mittlerweile zu Berühmtheit gebracht, da sein Debütroman in zehn Sprachen übersetzt und verfilmt wurde. Er lässt in seinem zweiten Buch ein Kind erzählen, einen Jungen, der mit der Aufmerksamkeit und Neugier von Kindern beobachtet – dann aber nicht weiß, was er mit diesen Beobachtungen anfangen soll. Darauf beruht die Spannung: Alles ist schon da, nur kann ich als Leser, der durch Orlandos Augen blickt, nicht alles erkennen und es nicht richtig deuten. Erst am Ende, als Orlando erwachsen ist, kommt ans Licht, was damals geschehen ist. Wer für sich selbst die Spannung aufrechterhalten will, darf den Klappentext nicht lesen, denn er verrät alles. Er ist der schlechteste Super-Spoiler-Klappentext aller Zeiten, er enthält und zitiert das Ende des Buchs.

Ich nehme es David Monteagudo übel, dass er sich nicht klar positioniert. Er schreibt hervorragend, atmosphärisch dicht, geheimnisvoll. Aber er beginnt den Roman sehr rational, stellt klar, dass das, was da umgeht, kein Werwolf sein kann. Diese Rationalität fetzt er mir dann um die Ohren, wie einer, der dich halt verarscht hat, doch ebenso schnell kehrt er zu ihr zurück – als sei nichts gewesen. Da denke ich: Entscheide dich, Mann! Da frag ich mich: Ist das nun ein surrealer Roman mit mystischen Elementen – oder doch nicht? Ich bin der Meinung: Er kann nicht beides sein. So oder so ist Wolfsland aber eine literarisch hochwertige Gruselgeschichte.

Lieblingszitat:

„Wenn jemand sich fragt, ob er verliebt ist oder nicht, wenn er sich das immer wieder fragt, vielleicht sogar einen Freund zu Rate zieht, dann ist er wahrscheinlich nicht verliebt, denn die Liebe lässt keinen Raum für Zweifel. So erging es mir mit meiner ersten wahren Lektüre.“

Wolfsland von David Monteagudo ist erschienen im Rowohlt Verlag (ISBN 978-3-499-26950-9, 272 Seiten, 9,99 Euro als Taschenbuch).

Gut und sättigend: 3 Sterne

17103492_1740145072667768_6612902318170574560_nRassismus, Apartheid und ein wahrhaft verrücktes Leben

„Als es darum ging, einen Namen für mich zu finden, wählte sie Trevor, ein Name, der in Südafrika keine Bedeutung hat und in meiner Familie nicht vorkommt. Es ist nicht einmal ein biblischer Name. Es ist einfach nur ein Name. Meine Mutter wollte nicht, dass ihr Kind irgendeinem Schicksal verpflichtet war. Sie wollte, dass ich mich frei und ungebunden entwickeln konnte, überall, dass ich alles tun konnte, was ich wollte, alles sein konnte.“

Und wenn man die Geschichte von Trevor Noahs Geburt kennt, versteht man, dass das ein hehrer Wunsch war: Er kommt im Ghetto von Johannesburg zur Welt, als ein Kind, das es nicht geben darf, so sehr nicht geben darf, dass es versteckt werden muss, nicht rausgehen darf, nicht gesehen werden darf. Die Apartheid, „der perfekte Rassismus“, sieht eine derart strenge Trennung von weißen und schwarzen Menschen vor, dass Ehen und Kinder ausgeschlossen sind – wer sich nicht daran hält, wird hart bestraft. Doch Trevors Mutter wollte ein Kind, und sie wollte es mit einem Schweizer, obwohl sie wusste, dass sie nie mit ihm würde zusammenleben können, obwohl ihr klar war, dass die politische Situation es ihr sehr schwer machen würde, dieses Kind großzuziehen. Sie ist eine starke, zähe, sehr gläubige und erfindungsreiche Frau, die ihren Sohn in den folgenden Jahren lehrt, der Mann zu sein, der er heute ist: weltoffen, tolerant, gewitzt. Sie tut dies, indem sie ihm ein Vorbild ist, sie tut es mit klugen Worten, aber auch mit Schlägen:

„Alles, was ich je getan habe, habe ich aus Liebe getan. Wenn ich dich nicht bestrafe, wird die Welt dich viel härter bestrafen. Die Welt liebt dich nicht. Wenn die Polizei dich erwischt, liebt sie dich nicht. Wenn ich dich verprügle, versuche ich, dich zu retten. Wenn sie dich verprügeln, versuchen sie, dich umzubringen.“

Und etwas an ihrem Erziehungsstil hat gefruchtet: Trevor Noah ist ein Weltstar, führt durch die amerikanische Daily Show, tritt mit seinen Comedy-Programmen auf allen Kontinenten auf. Niemand hätte ahnen können, dass dieses verbotene Kind, dieser Außenseiter, der in seinem völlig zerrissenen Land zu keiner Seite gehörte, der zeitweise in einer Autowerkstatt schlafen und Maden essen musste, jemals entkommen – und es dabei so weit bringen würde. He has indeed come a long way.

Ich finde Trevor Noah großartig. Er sieht nicht nur saugut aus, er macht Comedy, die sticht – weil sie so hart ist und ehrlich und menschlich. Kein Wunder bei seiner Kindheit, die viel Stoff für Comedy gibt: In The Day Walker und Afraid of the dark spricht er über die Apartheid und Nelson Mandela, über die Macht von Sprache und die Dummheit der Masse. Er ist sehr intelligent, und man merkt ihm an: Er weiß, wovon er spricht – been there, done that. Er kommt von ganz unten, von einem Ort, den ich mir nicht einmal vorstellen kann. Er hat überlebt. Und weil Komik Tragik in Spiegelschrift ist, ist er jetzt so gut. Deshalb war ich begierig auf dieses Buch – ich wollte mehr über diesen faszinierenden Menschen erfahren. Nun ist es so: Ich finde Trevor Noah immer noch großartig. Das Buch aber leider nicht.

Es ist schwer, festzumachen, woran das liegt. Da ich nicht mit dem Original verglichen habe, kann ich nicht sagen, ob das Unrunde, Holprige der Übersetzung geschuldet ist. Humor ist, wir wissen das, sehr spezifisch – vielleicht ging er beim Transport ins Deutsche zum Teil verloren. Da ich seit zehn Jahren als freie Lektorin für Verlage arbeite, wage ich allerdings sehr wohl zu sagen, dass das Buch nicht ordentlich redigiert wurde. Dass die Anschlüsse nicht stimmen, dass immer wieder etwas vorkommt, was man schon weiß, dass viele Infos gedoppelt sind und andere fehlen – das hätte im Lektorat auffallen müssen. Stattdessen wirkt das Buch, das aus vielen Episoden aus Trevors Leben besteht, als hätte es niemand wenigstens einmal von Anfang bis Ende gelesen. Das ist schade, denn inhaltlich ist es wahnsinnig interessant, es hätte ein richtig gutes Buch sein können. Sich durchzuwühlen, ist jedoch nicht gerade einfach: Man muss Geduld mitbringen und über stilistische Fehlleistungen hinwegsehen. Doch das lohnt sich: Man bekommt im Gegenzug eine wahrhaft einzigartige Lebensgeschichte erzählt – umso einzigartiger, weil sie von einem Menschen stammt, den es gar nicht geben dürfte.

Farbenblind von Trevor Noah ist erschienen im Blessing Verlag (ISBN 978-3-89667-590-3, 336 Seiten, 19,99 Euro).

Gut und sättigend: 3 Sterne

cherryman-jagt-mister-white-9783257067552„Nach meiner Beobachtung ist Familie oft ein Platz, wo die Leute meinen, sie müssten sich nicht benehmen“
Eine beklemmende Geschichte über einen 18-jährigen Nazi-Mitläufer aus Ostdeutschland auf gerade mal 160 Seiten? Bitte sehr: Sowas wie das hier habt ihr bestimmt noch nicht gelesen. Im rasanten Tempo einer Short Story erzählt der deutsche Autor Jakob Arjouni von einem, der eigentlich nur seine Ruhe will – und quasi genau das Gegenteil bekommt. Der junge Rick hat keine Eltern und keine Perspektiven, weil er in Ostdeutschland lebt und keinen Ausbildungsplatz findet. Da bieten ihm die Neonazis, die ihn sonst nur traktieren, eine Lehrstelle in einer Gärtnerei in Berlin. Und obwohl er Bedenken hat, sagt er zu, denn die Alternative wäre: gar nichts. Er liebt es, Pflanzen zu hegen und zu pflegen, nach Berlin zu fahren, im Zug mit der attraktiven Marilyn zu flirten. Doch die Nazi-Bande verlangt von ihm, einen jüdischen Kindergarten auszuspionieren. Und als sie Rick einen Auftrag geben, den er nicht ausführen will, eskaliert die Situation. Aber nicht nur ein bisschen. Sondern so richtig.

Cherryman jagt Mr. White ist eins jener Büchlein, die rasch gelesen sind, aber lange nachwirken, was vor allem an seinem überaus drastischen Ende liegt. Es wirft viele Fragen auf, von denen es keine einzige beantwortet. Was soll man Schlimmes tun, um Schlimmeres zu verhindern? Wo beginnt Notwehr, wo hört sie auf? Und vor allem: Was hättest du getan? In einem Deutschland, in dem erneut ein alter Hass aufflammt, ist dieser Miniaturroman von schmerzhafter Aktualität. Und zeigt: Manchmal gibt es im Leben keinen Ausweg, und alles ist einfach grauenhaft.

Cherryman jagt Mr. White von Jakob Arjouni ist erschienen im Diogenes Verlag (ISBN 978-3-257-60134-3, 176 Seiten, 7,99 Euro).

Gut und sättigend: 3 Sterne

KossdorfAuf der Bühne des Lebens
Mischa ist ein Schauspieler, der nicht mehr schauspielert. Er hat beschlossen, diese Leidenschaft aufzugeben, und das war eine bescheuerte Idee, denn nun geht es ihm schlecht. Er ist unausgeglichen und orientierungslos. Da er nichts von sich preisgeben will, verlaufen seine ersten Zusammentreffen mit der Floristin Valerie, die ihm gut gefällt, katastrophal. Erst als er sich öffnet und ihr von seiner Berufung, der er nicht mehr folgen will, erzählt, werden sie ein Paar. Und dann hat Mischas Freund Sebastian eine ungewöhnliche Idee: Er will Mischa und Valerie engagieren, um für Privatkunden Szenen zu spielen, die diese sich wünschen. Das kann beispielsweise ein alter Mann sein, der noch an seine Jugendliebe denkt, oder eine Mutter, die das Kennenlernen mit dem verstorbenen Vater ihrer Tochter nachspielt, und viele andere Klienten – denn die Idee wird hervorragend angenommen. Und daraus entstehen so einige kuriose Begebenheiten.

Als ich letztens mit meinen Kindern in der Bücherei war, musste ich sehr lange auf die beiden warten, die sich mit Asterix-Comics in ein Zelt gesetzt hatten. Also hab ich mich nach einer Beschäftigung umgesehen – Bücher gibt es dort ja genug – und mit Leben spielen von Jan Kossdorff angefangen, aus einem einzigen Grund: weil es ein Buch war, das ich noch nicht kannte. Davon gibt’s nämlich nicht so viele. Nach 20 Minuten hatte ich mich festgelesen und hab das Buch mitgenommen. Es handelt sich dabei um leichte Unterhaltung, bei der nicht die Sprache im Mittelpunkt steht, sondern die Story. Das soll heißen: Besonders gut geschrieben ist dieses Buch nicht. Es macht aber wegen der originellen Geschichte auf jeden Fall Spaß, es zu lesen. Die Figuren sind ein wenig verrückt und teilweise echt nervig, doch zugleich ist die Art, wie Jan Kossdorff so unbedarft und frei von der Leber erzählt, sehr erfrischend. Ein harmloses, aber sehr angenehmes Buch.

Leben spielen von Jan Kossdorff ist erschienen im Deuticke Verlag (ISBN 978-3-552-06312-9, 384 Seiten, 19,99 Euro).