Bücherwurmloch

12 einmalige Bücher für Weihnachten

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Schenk das Schönste und Klügste, das es gibt: Worte. Schenk Sätze, die sich in Herzen bohren, schenk Gedanken, die sich verankern, schenk Bücher, die in Erinnerung bleiben.
Die Geschenktipps für Weihnachten kommen dieses Jahr in der besten Form aus dem Bücherwurmloch: ihrer eigenen. Die Bücher stellen sich anhand ihrer Worte selbst vor. Und ihr findet vielleicht den einen oder anderen Roman, der zu jemandem passt, der euch viel bedeutet.

„Because the heart is a black box. Every conquest, loss or rejection leaves its trace. We love according to what the heart has been taught. We love in the shadow – sometimes benign, sometimes malevolent – of every disappointment, betrayal or fulfillment. We love – and no god can control the feeling or mitigate the consequences.” Priya Basil: The obscure logic of the heart

„Wir laufen durch Kirchblüt, und alles ist anders, wir haben es verloren, so wie wir die Orte unserer Kindheit verlieren, zum ersten Mal, wenn wir keine Kinder mehr sind, und später noch einmal, wenn wir als Erwachsene zurückkehren und uns wundern, wie sie wirklich aussehen.“ Zsuzsa Bánk: Die hellen Tage

„Wir alle sind sterblich, ja, aber vielleicht sind einige von uns sterblicher als andere.“ Jennifer Dubois: Das Leben ist groß

Basil Bánk DuBois

„Aber ich war schwach, und ich hatte das Pech, in einer Gesellschaft zu leben, in der man die Schwachen aufs Abstellgleis schob, sie mundtot machte, damit andere für sie sprechen mussten, die ihnen ihre Gesinnung, ihr Verständnis darüber, was gut oder schlecht war, aufzwängten und es verteidigten, ohne richtig zuzuhören, worum es eigentlich ging.“ Rachida Lamrabet: Über die Liebe und den Hass

„Ausgerechnet im Buchladen fing er Feuer. Und so hatte er seine wundersamsten Erlebnisse an einem Ort, wo manche das Abenteuer gar nicht erst suchten, obwohl er doch voll davon war.“ Andreas Séché: Zwitschernde Fische

„Please step aside because I’m about to kick the shit out of life!“ Maria Semple: Where’d you go, Bernadette?

Lamrabet Seche Semple

„Jetzt noch fünf Minuten für mich. Fünf Minuten unter der Bettdecke. Fünf Minuten Autonomie, bevor ich wieder nur Frau und Mutter bin, Mutter und Frau. Fünf Minuten, bevor ein Rudel hipper junger Eltern bei uns einmarschiert, mit denen ich hippe Jung-Eltern-Gespräche führen werde, als wäre ich genauso wie sie. Sie denken, ich sei genauso. Aber das bin ich nicht. Ich bin jemand, der sich jetzt gern irgendwo verkriechen und sündigen Gedanken nachhängen würde.“ Doris Knecht: Besser

„Immer ist alles anders gekommen mit Marc. Jeder Tag eine unvorhergesehene Wendung. Ein Knick um neunzig Grad hinter dem Horizont. Man will in den Wedding und kommt ans Meer. Man will Klavierschüler und kriegt eine Geliebte. Man will, dass alles so bleibt, und alles ändert sich.“ Monika Zeiner: Die Ordnung der Sterne über Como

„Manche Lieder sind so, sie wachsen in einen hinein. Oder man wächst in sie hinein. Denn wenn einen etwas anrührt, wer kann dann schon sagen, was sich bewegt und was stillsteht und annimmt? Wenn wir voneinander berührt werden, dann gibt es doch keinen, der eindeutig gibt, und keinen, der eindeutig nimmt? Ich weiß nicht, was die Schlösser in uns Menschen öffnet. Wüsste ich es, würde ich das schönste Lied der Welt schreiben und anschließend schweigen.“ Kjell Westö: Geh nicht einsam in die Nacht

Knecht Zeiner Westö

„Menschen im Allgemeinen langweilen mich schnell. Ich muss jemanden bewundern können.“ Yannick Grannec: Die Göttin der kleinen Siege

„Ich habe nicht die Anmut der Frauen, denen man lange Sätze mit Seufzern als Satzzeichen ins Ohr flüstert, nein. Ich verleite eher zu kurzen Sätzen. Deftigen Bissen.“ Grégoire Delacourt: Alle meine Wünsche

„Ich gehe, und er wusste sofort, was sie damit meinte, aber am besten tut man so, als hätte man keine Ahnung, worum es geht, wenn das Leben um einen herum in tausend Stücke fällt.“ Jón Kalman Stefánsson: Das Herz des Menschen

Grannec Delacourt Stefansson

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