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Stef Penney: The tenderness of wolves

Gute Idee, schlechte Ausführung
Welcher Teufel hat mich geritten, als ich dieses Buch gekauft habe? Man sollte nicht auf andere hören, die einem was empfehlen. Und schon gar nicht sollte man den Klappentexten glauben: Ich weiß das, ich schreibe selbst ständig welche. Dieses Buch wird seinem Klappentext jedenfalls alles andere als gerecht. Bereits nach drei Seiten weiß ich, dass ich dieses Ding aus Papier mit Buchstaben drauf nicht mag. Und dass sich das bis zum Ende nicht ändern wird. Was also tun? Das Dilemma beginnt: So sehr es mich quält, ich schaffe es nicht, einen Roman wegzulegen. Nein, ich nehme eine stoische Haltung ein und lasse die Folter über mich ergehen. Völlig sinnlos! Ich sollte mir das endlich abgewöhnen.

Die Geschichte ist so unendlich langweilig, dass ich sie nicht einmal nacherzählen kann. In einem kleinen Dorf irgendwo an einem abgelegenen Ort, an dem es immer kalt ist, wird einer ermordet – und der Sohn einer Frau wird verdächtigt. Er ist verschwunden, sie will ihn suchen. Sie geht aber nicht allein und sie findet ihren Sohn, der gar nicht von ihr ist, auch sehr schnell. Spannung verflogen. Die Suche nach dem Mörder ist öde, nichts an der Geschichte interessiert mich – die Dialoge sind flach, die verschiedenen Charaktere spiegeln nichts wider. Ich kann mich nicht hineinfinden in dieses Buch – und will es sehr schnell auch gar nicht. Ich fange an, den Text, die Absätze, die Seiten zu überfliegen, und bin erleichtert, als es endlich vorbei ist. Langeweile pur, inhaltloses Geschwätz, nichts Neues, null Originalität und daher null Punkte.

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